Derzeit ist die gesamte Diskussion über Neuerungen und Gesetzesänderungen für Unternehmen von den Corona-Beschränkungen und den staatlichen Unterstützungen geprägt. Zu diesem Thema halten wir unsere betroffenen Betriebe individuell auf dem Laufenden. 

In dieser Situation geraten andere Entwicklungen schnell in den Hintergrund; für uns Gelegenheit, Sie auf die erneut steigenden Mindestlöhne aufmerksam zu machen. 

Bereits zum 01.01.2021 wurde der gesetzliche Mindestlohn von 9,35 € brutto auf 9,50 € angehoben. Zum 01.07.2021 erfolgt nunmehr eine weitere Erhöhung auf 9,60 €. Die nächsten Anpassungen erfolgen dann zum 01.01.2022 auf 9,82 € und ab dem 01.07.2022 auf 10,45 €. 

Der gesetzliche Mindestlohn gilt für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer über 18 Jahre. Unter bestimmten Voraussetzungen haben auch Praktikantinnen und Praktikanten Anspruch auf Mindestlohn. Ausgenommen vom Erhalt des Mindestlohns sind z. B. Auszubildende, ehrenamtlich Tätige oder Teilnehmerinnen und Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsförderung. 

In der Praxis verursacht der Mindestlohn regelmäßig bei Minijobbern Probleme: Bei jeder Erhöhung muss überprüft werden, ob durch den Mindestlohn die Geringfügigkeitsgrenze von 450 € pro Monat überschritten wird. Notfalls muss die vereinbarte (und tatsächlich geleistete) Arbeitszeit angepasst werden. 

Dies ist umso wichtiger, als Arbeitgeber verpflichtet sind, Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit von Arbeitnehmern aufzuzeichnen und diese Aufzeichnungen mindestens 2 Jahre aufzubewahren. Neben bestimmte Branchen gilt diese Verpflichtung insbesondere auch für geringfügig Beschäftigte. 

Haben Sie noch Fragen? Wir beraten Sie gern. 

WNP Steuerberatungsgesellschaft