Für die Fahrten zwischen der Wohnung und der ersten Tätigkeitsstätte können Steuerpflichtige die Entfernungspauschale (0,30 EUR für die einfache Strecke) steuermindernd ansetzen. Aufwendungen für die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel sind zusätzlich abzugsfähig, soweit sie den im Kalenderjahr insgesamt als Entfernungspauschale abziehbaren Betrag übersteigen. 

Beispiel 

Ein Arbeitnehmer benutzte für die Fahrten von der Wohnung zu seiner ersten Tätigkeitsstätte im Jahr 2018 die Bahn. Die kürzeste Straßenverbindung betrug 18 km. Die Monatskarte hat 135 EUR gekostet. Insgesamt hat er in 2018 also 1.620 EUR für die Tickets bezahlt. 

Für 2018 ergibt sich eine Entfernungspauschale von 1.188 EUR (220 Tage × 18 km × 0,30 EUR). Da die tatsächlich angefallenen Kosten für die öffentlichen Verkehrsmittel höher sind als die Entfernungspauschale, kann der übersteigende Betrag zusätzlich angesetzt werden. Insgesamt sind somit 1.620 EUR als Werbungskosten absetzbar.

Was auf den ersten Blick recht einfach klingt, beschäftigt dennoch immer wieder die Finanzgerichte. Aktuell ging es um die Frage, ob ein Taxi als öffentliches Verkehrsmittel gilt und wie etwaige Aufwendungen behandelt werden.

Das Finanzgericht Thüringen hat sich dafür ausgesprochen, u. a. aus folgender Erwägung: Da auch Taxis allgemein zugänglich sind und die Norm nicht „öffentliche Verkehrsmittel im Linienverkehr“ voraussetzt, spricht zumindest der Wortlaut des Gesetzes nicht zwingend dagegen, Taxifahrten unter die Privilegierung zu fassen. Obwohl das Finanzgericht die Revision zugelassen hatte, wurde sie vom Finanzamt nicht eingelegt. Das Urteil ist also rechtskräftig geworden.

Unser Tipp:
Wenn Sie mit dem Taxi zur Arbeit fahren gilt das Gleiche, wie bei der Benutzung anderer öffentlicher Verkehrsmittel. Sie sammeln die entsprechenden Belege und wir machen die Kosten im Rahmen der Steuererklärung für Sie geltend.

Haben Sie noch Fragen? Wir beraten Sie gern.
WNP Steuerberatungsgesellschaft