Aufwendungen für eine glutenfreie Diätverpflegung sind nicht als außergewöhnliche Belastungen steuerlich abzugsfähig. Dies soll nach Ansicht des Finanzgerichts Köln selbst dann gelten, wenn diese Nahrungsmittel aufgrund ärztlicher Verordnung eingenommen werden. 

Das Finanzgericht begründet seine Entscheidung mit dem gesetzlichen Abzugsverbot für Aufwendungen, die durch Diätverpflegung entstehen. 

Nach unserer Auffassung konnte das Gericht gar nicht anders entscheiden, weil das Thema sonst unbeherrschbar geworden wäre. Viele Menschen ernähren sich nach bestimmten Regeln und im Zweifel wird sich auch ein Arzt oder Heilpraktiker finden, der das unterstützt. 

Die Steuerpflichtigen wollen sich mit der Entscheidung des Finanzgerichts im Streitfall aber nicht zufriedengeben und haben Revision eingelegt.

FG Köln, Urteil vom 13.9.2018, Az. 15 K 1347/16, Rev. BFH Az. VI R 48/18