Gibt jemand seine Steuererklärung zu spät (oder gar nicht) ab, kann das Finanzamt nach Ermessen einen Verspätungszuschlag festsetzen. Das kennen wir seit vielen Jahren. Das Problem ist nur, dass in Zukunft im Amt immer weniger Menschen sitzen, die (hoffentlich) vernünftige Ermessensentscheidungen fällen. 

Die Finanzverwaltung ist daher bestrebt, möglichst viele Prozesse automatisiert und digital ablaufen zu lassen. Diesen Weg setzt der Gesetzgeber durch das sog. Gesetz zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens fort und lässt ab dem Besteuerungsjahr 2018 den Computer entscheiden, ob und in welcher Höhe der Verspätungszuschlag erhoben wird. 

Ahnen Sie es? Der Computer kennt keine Gnade und hat nach dem Willen des Gesetzgebers immer einen Verspätungszuschlag festzusetzen, wenn die Steuererklärung verspätet abgegeben wird; jedenfalls dann, wenn es zu einer Nachzahlung kommt. Auch über die Höhe wird nicht mehr verhandelt, die steht ebenfalls im Gesetz.

Genaueres erfahren Sie unter https://www.dstv.de/interessenvertretung/steuern/steuern-aktuell/tb-051-19-de-verspaetungszuschlag

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WNP Steuerberatungsgesellschaft