Vielleicht erinnern Sie sich? Bis 2004 konnten Arbeitgeber ihren Arbeitnehmern ein steuerfreies Jobticket zur Verfügung stellen. Seit dem mussten diese Tickets pauschal besteuert werden bzw. konnten nur im engen Rahmen der Sachbezugsregelung steuerfrei gestellt werden. 

Die aktuelle Diskussion um die Luftqualität unserer Städte (Stichwort: Diesel!) hat wohl dazu geführt, dass diese Steuerbefreiung für entsprechende Arbeitgeberleistungen mit Wirkung zum 01.01.2019 wieder eingeführt wurde.  

Begünstigt sind Zuschüsse und Sachbezüge zu den Aufwendungen für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel im Linienverkehr der Arbeitnehmer zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte. 

Eine private Nutzung des Jobtickets ist möglich. 

In Frage kommen:

  • Sachbezüge in Form der unentgeltlichen oder verbilligten Zurverfügungstellung von Fahrausweisen,
  • Zuschüsse des Arbeitgebers zum Erwerb von Fahrausweisen,
  • Leistungen (Zuschüsse und Sachbezüge) Dritter, die mit Rücksicht auf das Dienstverhältnis erbracht werden und
  • Fälle, in denen der Arbeitgeber nur mittelbar (beispielsweise durch Abschluss eines Rahmenabkommens) an der Gewährung des Vorteils beteiligt ist.

Beachten Sie:
Die Steuerfreiheit von Arbeitgeberleistungen für die Nutzung eines Taxis ist durch die Worte „im Linienverkehr“ ausgeschlossen.

Außerdem gilt die Steuerfreiheit nicht für Arbeitgeberleistungen, die durch Umwandlung des ohnehin geschuldeten Arbeitslohns finanziert werden. Eine Entgeltumwandlung ist damit schädlich.

Einen Wermutstropfen gibt es: Die steuerfreien Leistungen werden beim Arbeitnehmer auf die Entfernungspauschale angerechnet.

Haben Sie noch Fragen? Wir beraten Sie gern.

WNP Steuerberatungsgesellschaft